Bad Münstereifel

Bad Münstereifel

Bad-Muenstereifel-Stadtansicht

434 m, ca. 18.400 Einwohner (Kernstadt ca. 4.600 Einwohner)

Staatlich anerkanntes Kneipp-Heilbad im Tal der oberen Erft mit großem Erholungsgebiet. Zugehörig sind 52 Ortsteile, u.a. Iversheim, Mahlberg, Mutscheid und Rupperath. Der Bad Münstereifeler Wald im Höhengebiet bietet ein hervorragendes Reizklima. Mittelalterliches Stadtbild. Ganzjähriger Kurbetrieb in Sanatorien, Kneipphäusern und Pensionen mit Badeeinrichtungen. Empfohlen bei Herz- und Gefäßleiden, Erkrankungen des Stoffwechsels, der Atmungsorgane und Nervenleiden. Stadtverwaltung, Fachhochschule der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen, Kurt-Schumacher-Bildungsstätte der Friedrich-Ebert-Stiftung, Haus des Jugendrotkreuz, Tagungsstätte der Deutschen Beamtenjugend, Berghof-Haus der Arbeitssicherheit. Gewerbe- und Industriegebiet im Raum Arloff-Iversheim. Kurbezirk mit Haus des Gastes, Eifelbad, Sportplätze, Tennisplätze, Angelmöglichkeiten, Kleingolf- und Bocciabahnen, Wintersport-, Reitmöglichkeiten, Golfplatz.

Bad Münstereifel hat 48 Stadtteile:
Arloff, Bergrath, Berresheim, Effelsberg, Eichen, Eicherscheid, Ellesheim, Esch, Eschweiler, Gilsdorf, Hilterscheid, Hohn, Holzem, Honerath, Houverath, Hummerzheim, Hünkhoven, Iversheim, Kalkar, Kernstadt Bad Münstereifel, Kirspenich, Kolvenbach, Kop Nück, Langscheid, Lanzerath, Lethert, Limbach, Lingscheiderhof, Mahlberg, Maulbach, Mutscheid, Neichen, Nitterscheid, Nöthen, Odesheim, Ohlerath, Reckerscheid, Rodert, Rupperath, Sasserath, Scheuerheck, Scheuren, Schönau, Soller, Vollmert, Wald, Willerscheid, Witscheiderhof

 

Geschichte

Bertrada, die Gemahlin des Königs Pippin und Mutter Karls des Großen, hatte 760 der Abtei Prüm das obere Erfttal und Gebiete um Rheinbach zu Lehen gegeben. Hier gründete Marquardt, der dritte Abt von Prüm, als Filiale seiner Abtei 830 das Kloster der Benediktiner zum Zwecke der Kultivierung dieses Eifelbezirks und gab ihm den Namen »Novum monasterium«. Zwischen 1100 und 1200 wurde das Kloster in ein Kollegialstift umgewandelt, in dem 30 Stiftsherren waren. Das Kapitelhaus wurde 1803 von der französischen Regierung auf Abbruch verkauft und der reiche Grundbesitz verschleudert. Stiftshäuser stehen noch heute um den Klosterplatz in der Nähe der Stiftskirche, der jetzigen Pfarrkirche. Diese ist eine dreischiffige frühromanische Pfeilerbasilika des 11. Jahrhundert mit einem imposanten »Westwerk« (Turmanlage), die mit dem von St. Pantaleon in Köln nahe verwandt ist.

Im Jahre 1106 tagte in »New Münster« eine von Kaiser Heinrich IV. einberufene Fürstenversammlung zur Beratung der Machtübergriffe der Vögte. Im 13. Jahrhundert haben die Grafen von Jülich Münstereifel mit Mauern und Wallgräben befestigt und die Burg erbaut. In den Raubkriegen Ludwigs XIV. wurde die Stadt verwüstet und die Burg durch Brand zerstört (1689). Im Mittelalter war die Stadt weithin berühmt durch ihre Tuchwebereien. Die Wollenweberzunft bestand schon lange, als sie im Jahre 1339 ein landesherrliches Privilegium erhielt. Über die Schusterzunft liegt das älteste Dokument aus 1348 vor. Dieser Zunft haben sich 1705 die Lohgerber und 1741 die Weißgerber angeschlossen. Nach einer Inschrift auf einem steinernen Kreuz an der Treppe zur früheren Johanniskirche, das 14 m über der Erftsohle steht, sollen bei einer Überschwemmung im Jahre 1416 über 1500 Menschen und 3000 Stück Vieh ertrunken sein. In den Jahren 1477, 1488 und später waren die das Tal sperrenden Mauern für die Bewohner bei Eisgang und Gewitterregen verhängnisvoll. Nach der großen Überschwemmung im Jahre 1818 hat man die den Abfluß des Wassers hemmenden Tore und Fallgitter entfernt. Auf einem Bergrücken, dem sogenannten kleinen »Quecken« in der Nähe des Bahnhofs, zeigen sich Reste einer noch nicht untersuchten umfangreichen Burg aus der Karolingerzeit.

 

Sehenswürdigkeiten

Die mittelalterliche Stadtbefestigung mit vier Toren, 18 Türmen und einer Ringmauer stammt aus der Zeit um 1300. In einem der vier Stadttore, dem in der Heisterbacherstraße am Stadtausgang nach Westen befindet sich heute ein Fossilien- und Mineralienmuseum. Von dort ist es übrigens nicht weit zum südwestlichen Stadtturm, der den höchsten Punkt der im 14 Jahrhundert erbauten Stadtmauer von Bad Münstereifel bietet. Seine Platform ermöglicht einen wunderbaren Rundumblick über die Stadt bis tief in die umgebenden Höhenzüge und Täler. Als Bestandteil der Stadtmauer hat man von dort, wie von andere Punkten Zugang auf deren Wehrgang, welcher über eine Länge von 220 m begehbar ist. Darüber hinaus fallen das alte gotische Rathaus aus dem 14. Jahrhundert (es wurde 1930 und nach dem Zweiten Weltkrieg wiederhergestellt) und die malerischen Fachwerkhäuser aus dem 16.–18. Jahrhundert ins Auge. Besonders schön ist das Windeckhaus in der Orchheimer Straße, erbaut 1644–1664. Am Klosterplatz befindet sich das älteste Steinhaus des Rheinlandes, das Romanische Haus, aus der Zeit um 1150. Die frühromanische, dreischiffige Pfarrkirche (die ehemalige Stiftskirche der Jesuiten) mit ihren weithin sichtbaren Zwillingstürmen des dreitürmigen Westwerks wurde um 1100 erbaut, um eine teilweise abgebrannte ältere Kirche zu ersetzen. Sie hat eine fünfschiffige Krypta mit uraltem Tonnengewölbe, dem ältesten Teil der Kirche, und sehenswerte Grabdenkmäler. In der Krypta befindet sich der Schrein der heiligen Chrysantus und Daria. Am Eingang ist das frühgotische Grabmal des Grafen Gottfried von Bergheim (Jülich, » 1335). Die Säulen an der Eingangstür und an den Wänden des Chors sind aus dem Kalksinter des Römerkanals gefertigt.

Sehenswert ist auch die 1955 erbaute evangelische Kirche, die eine gelungene Lösung darstellt, mitten in einer historischen Stadt ein modernes Bauwerk harmonisch einzufügen. Das staatliche St.-Michael-Gymnasium, 1625 von den Jesuiten gegründet, ist die älteste höhere Schule der Eifel mit der wertvollsten Schulbücherei des Rheinlandes (18000 Bände). Die Gymnasialkirche im Jesuitenstift, Grundsteinlegung 1652, wurde 1957 wiederhergestellt. Das Erzbischöfliche Konvikt wurde 1896–1899 als Internat für die Gymnasiasten erbaut. Die St.-Angela-Schule ist ein koedukativ geführtes neusprachliches Gymnasium und Internat. Das Heimatmuseum wurde 1912 gegründet und befindet sich jetzt im Romanischen Haus, Langenhecke 6. Das Haus wurde in den Jahren 1960–1965 restauriert. Innerhalb der Stiftsimmunität gelegen, diente es seit dem 12. Jahrhundert einem der geistlichen Stiftsherren als Wohnung. Anfänglich waren die geistlichen Stiftsherren gehalten, ohne Ablegung der Gelübde ein gemeinsames Leben (»vita communis«) zu führen. Mit dem 12. Jahrhundert setzte eine Bestrebung ein, für jeden der führenden Stiftsherren ein eigenes Haus innerhalb der Stiftsimmunität zu bauen. An Museen ist ferner auch das Apothekenmuseum Schwanenapotheke zu erwähnen.

Im Höhengebiet Bad Münstereifel befindet sich das Radioteleskop bei Effelsberg. Seit dem im Jahre 1932 erstmals Radiostrahlung aus dem Weltall – rein zufällig – auf der Erde empfangen wurde, hat sich die Radioastronomie zu einer eigenständigen Wissenschaft entwickelt. Mit Radioteleskopen empfängt man elektromagnetische Strahlung im Radiowellenbereich. Die Untersuchung dieser Radiostrahlung liefert Erkenntnisse über die Zusammensetzung und den physikalischen Zustand der Materie in unserer Milchstraße sowie über die Entstehung und Entwicklung des Universums insgesamt. Der Fortschritt in der Radioastronomie ist eng verbunden mit der Entwicklung neuartiger Empfangsanlagen. Das Radio-Observatorium Effelsberg verfügt über das größte vollbewegliche Radioteleskop Europas, das zugleich das leistungsstärkste Einzelteleskop ist. Das Radioteleskop kann im Wellenlängenbereich von 50 cm bis 1 cm eingeschaltet werden, wobei die kurzen Wellenlängen nur infolge der sehr guten Oberflächengenauigkeit des Teleskops erschlossen werden können. Die Größe der Teleskopfläche ist ausschlaggebend für den Nachweis von extrem schwachen Radiosignalen.

 

Jährliche Veranstaltungen

• »Burg in Flammen«, 3. Montag im Juli
• »Weihnachtsmarkt« im historischen Stadtkern, Adventswochenenden

 

Örtliche Wanderwege

Es bestehen örtliche Wanderwege mit einer Gesamtlänge von 200 km, markiert mit schwarzen Zahlen auf weißem Grund. Mountain-Bike-Touren: http://mtb-muenstereifel.de/

 

Städtische Kurverwaltung
Kölner Straße 13 (Bahnhof)
53902 Bad Münstereifel
Tel.: 02253-542244
Fax: 02253-542245

www.bad-muenstereifel.de

Bad Münstereifel bei google maps



Gastgeber in Bad Münstereifel:

Hotels:
Hotel Am Orchheimer Tor
Trierer Straße 6
53902 Bad Münstereifel
Hotelchen an der Rauschen
Heisterbacher Straße 1
53902 Bad Münstereifel
Ferienwohnungen:
Forstbetrieb Gut Hospelt
Gut Hospelt 1
53902 Bad Münstereifel
An der Langenhecke
Langenhecke 16
53902 Bad Münstereifel
Appartement Haus Sonnenblume
Fuhrweg 19
53902 Bad Münstereifel
Appartement Solveig
Blomendalstraße 11
53902 Bad Münstereifel
Ellesheimer Tinker-Farm
Rehnstraße 44
53902 Bad Münstereifel
Ferienwohnung Orchidee
Steinbüchel 17
53902 Bad Münstereifel

effelsberg

410-453 m, ca. 170 Einwohner



Effelsberg ist ein Stadtteil von Bad Münstereifel, welcher südöstlich gelegen ist. Nahe des Ortes entspringt der Spülsbach, der aus dem Effelsberger Wald kommend in den Effelsberger Bach mündet.

Geschichte

893 wurde Effelsberg erstmals im Prümer Urbar urkundlich erwähnt. Die ehemals eigenständige Gemeinde wurde 1969 in die Stadt Bad Münstereifel eingemeindet.

Sehenswürdigkeiten

Sehenswert ist das Radioteleskop Effelsberg, welches nordöstlich des Orts im Tal des Effelsberger Bachs steht und mit 100 m Spiegeldurchmesser zu den größten vollbeweglichen Radioteleskopen der Erde gehört! Es ist neben einem 2000 in West-Virginia, USA, erbautem Teleskop, eines von nur zwei vollbeweglichen Teleskopen der 100-Meter Klasse und bis heute in Nutzung des Max Planck Instituts für Radioastronomie in Bonn. Bis 2002 war es sogar das größte Radioteleskop der Welt. Es wurde 2004 außerdem in einen informativen "Planetenwanderweg" eingebunden.
Das Teleskop selbst befindet sich auf 319 m ü. NN.

Das Radioteleskop Effelsberg ist nicht mit dem ca. 15 km entfernten "Astropeiler" (25 m Durchmesser), einer Radiosternwarte, auf dem Stockert bei Eschweiler zu verwechseln, welches 1956 das erste Radioteleskop Deutschlands war. Nach wechselnden Zwischenverwendungen wurde es 2010 nach einer Sanierung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und ist derzeit zwei Stunden an Sonntagen geöffent, während es unter der Woche als Lernort für Schüler genutzt wird.

Wanderwege

Entlang des Wanderwegs, der zum Radioteleskop führt, verläuft seit Herbst 2004 ein 766 m langer Planetenwanderweg mit Informationstafeln zu unserem Sonnensystem mit dessen Planeten und der Sonne selbst. Der Weg endet an einem Modell der Sonne von 39 cm Durchmesser am Informationshäuschen des Radioteleskops.



Städtische Kurverwaltung
Kölner Straße 13 (Bahnhof)
53902 Bad Münstereifel
Tel.: 02253-542244
Fax: 02253-542245


Effelsberg bei google maps



Gastgeber in Effelsberg:



452 m


Der Stadtteil Gut Hospelt gehört zu Bad Münstereifel. Er umfasst das Dorf Hospelt und die umgebenden historischen Hofanlagen und ist neben der Kernstadt Bad Münstereifel selbst, zumindest urkundlich, der älteste Ort im Gebiet. Neben dem Gutshof liegend ist auch eine ehemalige Motte, eine kleine Burg bekannt..

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung findet sich 854. Als Besitz der Abtei Prüm ist Hospelt mit vier zugehörigen Bauernhöfen ab 865 nachweisbar. 866 ist in einer Urkunde der Abtei ein Hofgut Hoonspalt genannt, welches vermutlich identisch mit Hospelt ist. 893 wird es im Urbar (ein Besitzverzeichnis) der Abtei Prüm als Herrenhof eines Verbandes von 24 Höfen die der Abtei ihren Frohn leisten mussten genannt. Es war in der zwischen 14 und 16 Dörfer bzw. Siedlungen umfassenden Siedlungsregion, die später (und im allgemeinen Sprachgebrauch auch heute noch) als „Die Mutscheid“ bezeichnet wird der erste Siedlungsschwerpunkt bis sich dieser im Laufe der Zeit bis 1222 zum für die Region namensgebenden Dorf Mutscheid verlagert hatte, welches dann stattdessen Verwaltungszentrum wurde.
Irgendwann ging Gut Hospelt in den Besitz der Herrscher von Wensberg über. Deren Burg Wensberg (häufiger als „Wensburg“ und seltener Wentzburgh zu finden) ist im Lierstal, versteckt im Wald, auf einer Bergkuppe südwestlich von Lind im heutigen rheinland-pfälzischen Landkreis Ahrweiler gelegen. Genauer bekannt ist, dass die Herrschaft Wensberg (und die zum Herrschaftsgebiet gehörigen Besitztümer und damit Gut Hospelt) 1635 durch Heirat an Caspar von Bourscheidt kam. Es ist nicht ganz klar, ob die Gebäude der Burg schon 1633 von spanischen Truppen im Dreißigjähigen Krieg zerstört wurden. Sein Enkel trat die Herrschaft im 18. Jahrhundert an die angeheiratete Familie Lütze(n)rode ab.

Ab 1817 wechselt Gut Hospelt und Wensberg mehrmals in kurzer Folge durch Verkauf den Besitzer. Karl Theodor Risch, ein Weinhändler und Eisenfabrikant, ließ 1832 die Burg teilweise abreißen, vermutlich wegen Baufälligkeit, renovierte aber den Turm. Dies bildet den heutigen Zustand. Er vererbte es den Geschwistern Scheib. Louise Scheib strebte Anfang des 20. Jahrhunderts eine Instandsetzung der Ruine an. Dabei wurde der Wohnturm ausgebaut und die äußere Ringmauer auf die heutige Höhe aufgemauert. Erhalten sind auch die beiden Spitzbogentore der Mauer. Danach wurde der Besitz an die Fabrikantenfamilie Cramer verkauft, die durch den Neubau des Gutshauses ihre Spuren auf Gut Hospelt hinterließ und in deren Besitz es heute noch ist.

In einem Ablassbrief von 1717 und (heute noch) auf Grabsteininschriften neben dem Altar der Kapelle auf Gut Hospelt ist von einer Familie Wentz und unter anderem von Johann Friedrich von Wentz zu lesen, der 1718 starb. Johann Friedrich war der Sohn des Caspar von Bourscheidt. Aus dem Namen für die Herrschaft in der Schreibweise Wentzburgh war der kurze Name von Wentz geworden. Gut Hospelt wurde von den von Wentz auch als Dingstuhl (eine Art Gerichtssitz) genutzt, ein wenig mehr darüber und über die Spuren der Familie auf dem Gut können Sie hier lesen http://www.wisoveg.de/bad-muenstereifel/2009/950hospelt.html

Auch, wenn Gut Hospelt heute ein eigener Stadtteil ist, so gehört Hospelt in der kirchlichen Gebietsaufteilung heute noch zur Pfarrgemeinde Mutscheid. So wie Hospelt historisch mit 15 anderen Dörfern bis 1794 zum Gerichtsbezirk des Kurfürstentums Köln im Amtsbezierk Hardt und von 1816 bis 1969 zur Gemeinde Mutscheid gehörte bis diese aufgelöst wurde und jedes Dorf, also auch Hospelt, ein eigener Stadtteil von Bad Münstereifel wurde.

 

Sehenswürdigkeiten

Auf dem Gelände des heutigen Gutshofes Hospelt ist zunächst das große Gutshaus zu nennen, welches allerdings erst 1924/25 im Auftrag des Fabrikanten Cramer vom Architekten Paul Schultze-Naumburg entworfen und errichtet wurde. Damit ist zwar leider nicht mehr das ursprüngliche Gutshaus zu sehen, aber dafür ein als „Kind seiner Zeit“ nicht minder historisch architektonisch interessanter Bau. Die Gebäudegruppe umfasst vier Flügel. Es ist heute Landsitz und wird als Forstbetrieb geführt auf dem auch Ferien gemacht werden können, sehen Sie dazu hier nach http://www.guthospelt.de/
Desweiteren befindet sich eine Kapelle auf dem Gut. Zwar wurde diese erst 1700 erbaut, aber bereits im 9. Jahrhundert hatte der Hof schon einen eigenen „Presbyter“, eine Art Pfarrer. Hier wurde ab spätestens 1737 jeden Dienstag eine Messe zur Ehre des Heiligen Antonius von Padua, dem sie geweiht war, gehalten. Am Festtag des Heiligen Joseph wurde außerdem ein Hochamt begangen. 1878 wurde die Kapelle zu Gunsten dessen „umgeweiht“; im gleichen Jahr wurde sie restauriert und 1889 um eine Achse nach Westen verlängert.

Neben der Gutsanlage ist die ehemalige Burg Hospelt nachweisbar, eine sogenannte Motte - eine kleine Burg (meist eine Holzkonstruktion in Turmform), die auf einem künstlich aufgeschütteten Erdhügel liegt. Die Erde hierfür wurde beim Ausheben des umgebenden Grabens und Aufschütten von Wällen entnommen. Es ist nur noch der Burghügel erhalten. Eine genauere archäologische Untersuchung fehlt bislang.

Bricht man von Gut Hospelt Richtung Süden, leicht östlich auf, erreicht man zu Fuß über Feld- und Waldwege, teils ausgezeichnet als Wanderwege, nach 4,4 km die Burgruine Wensburg in Lind, direkt hinter der Grenze zu Rheinland-Pfalz.

Die Burg wurde vermutlich von den Grafen Ahr oder denen von Nürburg zur strategischen Unterstützung gegen die Grafen von Jülich gebaut. 1300 wurde die Burg und ihr damaliger Besitzer Nikolaus von Broil erstmals urkundlich erwähnt. Einige Quellen nennen 1401 als erste urkundliche Erwähnung, dabei als Besitz des Herren von Gymnich. Vermutlich gab es aber schon vor 1300 nicht mehr erhaltene Vorgängerbauten. Die Historie der Wensburg wird sehr ausführlich in „Burg und Herrschaft Wensberg“ von Ignaz Görz geschildert https://www.kreis-ahrweiler.de/kvar/VT/hjb1967/hjb1967.9.htm.

Die Burganlage hat eine Grundfläche von ca. 20 x 40 m, wobei der 20 m hohe Wohnturm einen Grundriss von 9,5 x 10,7 m und eine Mauerstärke von 2,5 m hat. Hier und da sind dort noch Ansätze einer Treppe zu erkennen. Die teilweise auf der Anlage sichtbaren Elemente aus Backstein und das Zeltdach des Turms stammen von einem Umbau vor ca. 100 Jahren. Die Substanz weist Basalt und Bruchstein, sowie Trachyt als ursprüngliches Baumaterial aus. Die äußere Ringmauer, welche den die Hauptburg umschließenden Vorburgbereich umgibt, maß noch 1930 7 m, wovon heute nur noch 3 m erhalten sind. Von der Burgkapelle, die dem heiligen St. Georg geweiht war, sind nur noch die Reste eines Abrisses von 1833 zu sehen.

Die Wensburg war im Mittelalter Verkehrsknotenpunkt, heute, auf direktem Weg nur noch über Feld- und Waldwege (einige davon in Wanderwege eingebunden), lassen sich mehrere Orte bis zur Kernstadt Bad Münstereifel und eben auch Gut Hospelt erreichen. Ignaz Görz schreibt dazu: „Führt doch der Weg durchs Lierstal weiter über Gut Hospelt zum Michelsberg und von hier weiter über die Wasserscheide zwischen Ahr und Erft nach Osten oder Westen oder hinunter ins Erfttal nach Münstereifel. Durch einige Seitentäler, die bei der Wensburg das Lierstal weit öffnen, führen Verbindungswege nach Sierscheid, nach Harscheid und weiter nach Schuld, nach Rupperath, über Lind nach Kreuzberg oder ins Sahrtal und über Plittersdorf nach Effelsberg.“ (Quelle: https://www.kreis-ahrweiler.de/kvar/VT/hjb1967/hjb1967.9.htm). So bietet sich Gut Hospelt als Ausgangspunkt für Wanderungen zu Sehenswürdigkeiten in der Umgebung an.

 

Wanderwege

Von Gut Hospelt aus lassen sich viele interessante Ziele im direkten Umkreis (etwa 6km) erwandern, ob dies nun das Handweberdorf Rupperath oder der Michelsberg bei Mahlberg und die darauf befindliche St. Michaels-Kapelle, das Radioteleskop bei Effelsberg, der Astropeiler auf dem Stockert bei Eschweiler, die gotische Kirche St. Helena in Mutscheid oder viele weitere Ziele sind. Sehen Sie hierzu auch in unserem Online-Reiseführer im Eintrag zum Stadtteil und zur Region „Die Mutscheid“ nach.

Man gelangt von Gut Hospelt auch zur Wensburg. Sofern man den kürzesten Weg sucht, geht dies zu Fuß über 4,4 km Feld- und Waldwege, davon teils ausgeschilderte Wanderwege, davon ein kurzes Stück am Liersbach und Börmichbach vorbei.

An der Wensburg führt der Wanderweg „Burgweg“ (Symbol: gelber Burgturm auf grünem Grund) vorbei, der auf der rheinland-pfälzischen Seite an der Kapelle im Ort Obliers direkt hinter der Landesgrenze beginnt. Dort steht auch eine Tafel, die diesen und weitere Wanderwege ausweist.
Einen schönen Erlebnisbericht zum Burgherrenweg, startend in Obliers, finden Sie hier http://dobermann-wandern.blogspot.de/2014/11/ruine-wensburg.html

 

Unterkünfte und Verpflegung

Sehen Sie in unserer Gastgeberliste nach. Außerdem ist ein Urlaub auf Gut Hospelt möglich, siehe www.gut-hospelt.de

 

Städtische Kurverwaltung
Kölner Straße 13 (Bahnhof)
53902 Bad Münstereifel
Tel.: 02253-542244
Fax: 02253-542245


Gut Hospelt bei google maps

 


Gastgeber in Gut Hospelt:

Iversheim-b

245 m, ca. 1.540 Einwohner


Iversheim ist ein nördlicher Stadtteil von Bad Münstereifel, durch den die Erft fließt.

 

Sehenswürdigkeiten

Kurz vor Iversheim befand sich eine römische Kalkbrennerei. Das Rheinische Landesmuseum in Bonn hat seit 1968 die Fabrik komplett ausgegraben. Damit wurde zum ersten Mal ein römisches Wirtschaftsobjekt größeren Ausmaßes freigelegt. In einer Werkstatt von 30 m Länge waren insgesamt sechs Kalköfen mit einem Durchmesser von 3 m untergebracht. Jeder Ofen hatte ein Fassungsvermögen von 15 m3 Kalk. Römische Arbeitskommandos, hauptsächlich aus der 30. Legion, wie Weihesteine bewiesen, haben die Brennerei in den mitteldevonischen Hang hineingebaut. Beschickt wurden die Öfen mit rotbraunem Dolomit, der sich etwas oberhalb der Fabrik noch heute findet. Von dort aus schleppten die Legionäre die Felsbrocken hinab zu den Kalköfen, zerkleinerten sie zu Brocken von Handgröße und brannten sie mit Weiden- und Pappelholz bei einer Temperatur von rund 1000 °C zu Stückkalk. Die Kapazität betrug etwa 4000 Zentner Kalk pro Monat.

 

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Fax: 02253-542245

www.bad-muenstereifel.de


Iversheim bei google maps

 


Gastgeber in Iversheim:

Mahlberg-c

465-545 m, ca. 660 Einwohner

 

Am Westabhang des Michelsberg gelegener Stadtteil von Bad Münstereifel. Es ist Wintersportgebiet.

 

Geschichte

Der Michelsberg (586 m) hat seinen Ursprung in vorchristlicher Zeit, in der er den Germanen als Gerichts- und Kultstätte diente. Auf dem Berg wurde Wotan, der im Mittelalter St. Michael weichen musste, verehrt. Hier befand sich im Mittelalter die Gerichtsstätte der sieben Honschaften des Hochgerichts Münstereifel. Heute wird der Michelsberg und seine restaurierte Wallfahrtskapelle auch gerne von Wallfahrern besucht. Vom Turm der Kirche aus hat man einen wunderbaren Rundblick.

 

Städtische Kurverwaltung
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Tel.: 02253-542244
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www.mahlberg.info

Mahlberg bei google maps

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