Kall

Kall

Blick-auf-Kall

399 m, ca. 11.800 Einwohner

 

Das im Naturpark Nordeifel gelegene Gebiet der Gemeinde Kall mit seinen waldreichen Seitentälern bietet Ruhe und Entspannung. Als Mittelpunktgemeinde u.a. mit den Ortsteilen Krekel, Sistig, Sötenich, Steinfeld und Urft befinden sich in Kall Behörden und berufsbildende Schulen des Kreises Euskirchen. Reiten, Angeln, Tennis, Squash, Kegeln, Trimm-dich-Anlage, Waldlehrpfad, Grillhütte, Radwanderwege. Hallenbad mit Solarien. Kloster Steinfeld bei Kall ist eines der kulturhistorisch interssantesten Ziele der Eifel.

Kall hat 23 Ortsteile:
Anstois, Benenberg, Diefenbach, Dottel, Frohnrath, Gillenberg, Golbach, Kall, Keldenich, Krekel, Rinnen, Roder, Rüth, Scheven, Sistig, Sötenich, Steinfeld, Steinfelderheisert, Straßbüsch, Urft, Wahlen, Wallenthal, Wallenthalerhöhe.

 

Geschichte

Das Gebiet der Gemeinde Kall war bereits in vorgeschichtlicher Zeit Lebens- und Siedlungsraum. Im 3. Jahrhundert v. Chr. gruben die Kelten hier schon nach Bleierzen. Um 50 v. Chr. nahmen für fast fünf Jahrhunderte die Römer das Gebiet ein. Die berühmte römische Wasserleitung nach Köln führte direkt durch das Gemeindegebiet und ist heute noch an verschiedenen Stellen sichtbar. Bis 1929 war die amtliche Schreibweise des Gemeindenamens »Call«, was auf keltischen Ursprung hindeutet. Politisch war Kall in früheren Zeiten in zwei Herrschaften geteilt, und zwar in die spanische und die jülichsche. Das Gebiet links der Urft gehörte zur Grafschaft Schleiden-Manderscheid, die ihrerseits dem Herzogtum Luxemburg angehörte. Um 1550 kam Luxemburg mit Burgund und den Niederlanden unter Spaniens Oberhoheit. Im Gebiet rechts der Urft regierte dagegen der Herzog von Jülich. Durch den Bau der Eisenbahnstrecke Köln–Trier von 1860–1870 und Kall–Hellenthal 1885 wurde das Wirtschaftsgebiet von Kall verkehrsmäßig erschlossen. Die verkehrszentrale Lage von Kall ließ die Gemeinde im Zweiten Weltkrieg stark unter Beschuss kommen. Zahlreiche Luftangriffe gingen auf Kall nieder; rund 85 Prozent aller Gebäude wurden zerstört.

 

Sehenswürdigkeiten

Sehenswert sind Kloster und Basilika in Steinfeld, die alte Kirche in Dottel und die in Sistig mit moderner Malerei sowie der Römerkanal (s. Urft).

 

Örtliche Wanderwege

Es bestehen örtliche Wanderwege mit einer Gesamtlänge von 144 km.


Nordeifel Tourismus GmbH
Bahnhofstraße 13
53925 Kall
Tel. 02441-99457-0
Fax 02441-99457-29

www.kall.de

Kall bei google maps



Gastgeber in Kall:
Hotels
Hotel Schönblick
Ahrstr. 9
53925 Kall
Pensionen
Eifelpension Schebesta
Ahrstr. 9
53925 Kall-Krekel

scheven

ca. 560 Einwohner

 

Das im Naturpark Nordeifel gelegene Gebiet der Gemeinde Kall mit seinen waldreichen Seitentälern bietet Ruhe und Entspannung. An der Bundesbahnstrecke von Köln nach Trier liegt, fast in der Mitte zwischen den Stationen Mechernich und Kall in der Nordeifel der idyllische Ort Scheven, der einen eigenen Bahnhof besitzt. Das Dorf Scheven gliedert sich in Ober- und Niederscheven und hat ca 550 Einwohner. 1857 wurde der Grundstein für die Kirche des Ortes gelegt. Als Kirchenpatron wählte man St.Apollinaris und St. Agatha.Vollendet wurde der gotische Bau im Jahr 1861.

Mittelpunkt und Treffpunkt für Veranstaltungen aller Art ist der »Saal op de Kier«, in dem auch die Karnevalsgesellschaft KG Scheven »Die Jecke vom Hahnebömsche« ihre Veranstaltungen abhält. Zum rheinischen Karneval gehören natürlich auch in Kall-Scheven Prinzenproklamation und Prunksitzung unter der Leitung des Elferrats und der große Umzug am Karnevalsdienstag durch den schönen kleinen Ort.

Außerdem gibt es im Ort noch einen Reiterhof, eine Großgärtnerei, einen Kindergarten, einen Frisör und eine Töpferei. Scheven hat im Verhältnis zu manch anderem Dorf noch sehr viele gut erhalteneFachwerkhäuser, die zum Großteil unter Denkmalschutz stehen.

 

Sehenswürdigkeiten

Sehenswert ist die Kirche Sankt Apollinaris aus dem 19. Jahrhundert. In der Schmiedegasse findet man eines der ältesten zweigeschossigen Fachwerk- Traufhäuser der Eifel aus dem 18. Jahrhundert. In ihm wohnt heute der bekannte Künstler und Joseph Beuys Meisterschüler Jürgen Schmitt und die Schriftstellerin Marion Schmitt.

 

Örtliche Wanderwege

Es bestehen in der Umgebung von Kall örtliche Wanderwege mit einer Gesamtlänge von 144 km.

(Text von: Herr Schmitt)

 

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53925 Kall
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Gastgeber in Scheven:

Seotenich-b

385 m, ca. 1.100 Einwohner

 

Das zur Römerzeit entstandene »Suetoniacum«, liegt geschützt in waldreicher Umgebung im Herzen der Nordeifel. Bereits im Jahre 1405 wird ein Johann von Sötenich genannt, der dem Geschlechte Jülicher Burgmänner zu Münstereifel angehörte, das für seine Dienste mit einem Hofe zu Sötenich belehnt wurde. Als Inhaber dieses Lehens, das später in bürgerliche Hände kam, hatte er, wenn der Herzog von Jülich im Amtshaus war, diesem mit der Hellebarde aufzuwarten.

Die Sötenicher Mühle, am Ostufer der Urft (Untermühle) wurde im Jahr 1515 vom Jülicher Herzog dem Kloster Marialwad geschenkt. Des weiteren existiert die Obermühle, die bis 1962 im Betrieb war.

Die Ruine der sagenumwobenen Stolzenburg liegt oberhalb von Sötenich. Der nachträglich entstandene Name entspricht der Lage dieser mittelalterlichen Burg, hoch oben auf einer jäh in das Tal der Urft abfallenden Felswand errichtet wurde.

Ehemals existierte in Sötenich ein bedeutender Erzbergbau mit der Eisenhütte »Mönchrath« (auch »Mönchenrath« oder »Münchrath« genannt). Es wurde Mangaeisen abgebaut. Die Eisenhütte Mönchenrath lag oberhalb von Sötenich, gegenüber der Einmündung des von Keldenich über den Gierzenberg verlaufenden Weges in das Urfttal.

Nachdem die drei kleinen Sötenicher Kalkbetriebe sich im Jahre 1911 in der »Westdeutschen Kalkwerke AG« zusammengeschlossen hatten, baute die Gesellschaft vier moderne Kalköfen mit Nebengebäude auf den Boden, auf dem einst die Mönchrather Eisenhütte stand. In den dreißiger Jahren wurde die Kalkproduktion eingestellt und ein Portland-Zementwerk errichtet, das bis heute existent ist.

 

Sehenswürdigkeiten

Die Stolzenburg-Ruine, Dorfmitte mit Bürgerhaus, Rastplatz für wanderer mit Karte, Teilstücke des Römerkanals und einer alten Lore aus der Zeit der Eisenbergbaus. Die Einrichtungen des Zementwerks können nach vorheriger Absprache besichtigt werden. (Tel.: 02441-99110).

 

Jährliche Veranstaltungen

• »Maifeier« auf dem Dorfplatz
• »Musikfest«, Juni
• »Internationales Rasenmäherrennen«, Juli
• »Tag der offenen Tür« mit Familientag im Zemenzwerk, August
• »Kirmes«, September

 

Örtliche Wanderwege

Es bestehen 2 örtliche (markierte) Wanderwege mit einer Gesamtlänge von 8,5 km mit 2 Schutzhütten. Die Eifelvereins-OG Sötenich führt regelmäßig Wanderungen durch (Tel.: 02441-5913).

 

Nordeifel Tourismus GmbH
Bahnhofstraße 13
53925 Kall
Tel.: 02441-99457-0
Fax: 02441-99457-29

www.soetenich.de

Sötenich bei google maps

Steinfeld-b

525 m, ca. 280 Einwohner

 

Der Gemeindeteil ist durch Kloster Steinfeld mit seiner 1000jährigen Basilika und die Benediktinerinnen-Abtei bekannt.

 

Sehenswürdigkeiten

Keine mittelalterliche Abtei Westdeutschlands ist so vollständig erhalten wie Kloster Steinfeld. Das Gründungsjahr der ersten Klosterniederlassung war um 920, das der dreitürmigen Kirche um 1142. Diese ist eine Pfeilerbasilika, gehalten in dem von den Prämonstratensern übernommenen sogenannten Zisterzienserstil mit der gerade abgeschlossenen Kapellenreihe neben dem Haupttor. Der Hauptturm erhebt sich kühn auf den Scheiteln der großen Gurtbogen. Das in der Barockzeit umgearbeitete Chorgestühl mit seinen Wangenfiguren (Madonna und St. Potentinus) und originellen Sitzkonsolen wurde um 1470–1480 gefertigt. Sehenswert sind: vor einem Pfeiler der nördlichen Chorkapellen eine überlebensgroße schöne Holzstatue der Mutter Gottes; an den beiden ersten Pfeilern des Mittelschiffes die Statuen des hl. Potentinus und des hl. Hermann Josef (alle Ende des 15. Jahrhundert); in der großen an der Nordseite angebauten Renaissancesakristei ein bemerkenswertes Holzschnitzwerk im reinsten Rokokostil, ferner ein kupfervergoldetes Vortragkreuz der Äbte (14. Jahrhundert), eine silbervergoldete Monstranz (15. Jahrhundert), ein schönes altes Kreuz (12. Jahrhundert) sowie verschiedene Reliquien und alte Paramente; an den Chorpfeilern ein großes Wandbild der Mutter Gottes mit knienden Mönchen und des hl. Potentinus (um 1320–1330); am Pfeiler der südlichen Chorkapelle eine zu dem Kreuzaltar gehörige Kreuzigungsdarstellung (um 1340); unterhalb der Vierung der Potentinus-Altar mit einem Altarbild von Schorell (16. Jh.) und der Hermann-Josef-Altar; neben diesem im südlichen Seitenschiff die Gruft der Äbte; in der Mitte des Hauptschiffes in guter Renaissance das Grabmal des hl. Hermann Josef (geboren in Köln 1150, » 1241 in einem Zisterzienserkloster in Hoven-Zülpich), die Tumba aus fleischfarbenem Urfter Marmor (1701) und die schöne Gestalt aus Alabaster (1727); die großen Holzstatuen von Ordensstiftern (Anfang des 18. Jahrhundert). Das mächtige Orgelwerk auf einer gotischen Orgelbühne ist die Schöpfung des Prämonstratenser-Chorherrn Windheuser aus Oberilbenstadt (1727). Hinter der wertvollen Orgel befindet sich die St.-Michael-Kapelle; in der Vorhalle des Westwerks eine spätgotische Kreuzigungsgruppe. Vortrefflich gehalten ist der Kreuzgang, ein ihm entnommenes Becken aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhundert ist im Hof aufgestellt. In der Mitte des 19. Jahrhundert wurde in den teils aus der Zeit der Gotik, teils aus der Rokoko- und Barockzeit herrührenden Klostergebäuden eine Erziehungsanstalt eingerichtet. Seit 1923 ist das 1844 in Besitz des preußischen Staates gelangte und als Erziehungsanstalt genutzte Gebäude als Kloster vom Salvatorianerorden gemietet worden, der dort ein altsprachliches Gymnasium einrichtete. Schöne Ausblicke auf die ganze Abtei hat man von dem nordwärts gelegenen Rinnener Berg aus (der Weg dorthin führt vorbei am Hermann-Josef-Brunnen) und vom Aussichtspunkt »Königsstein« auf dem Waldspazierweg Urft–Steinfeld. Im ehemaligen Klostergarten ist ein Ehrenfriedhof für Opfer des Zweiten Weltkriegs angelegt.

 

Jährliche Veranstaltungen

• »Musikfest« im Kloster Steinfeld, Sonntag nach Fronleichnam

 

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Urft-c

404 m, ca. 350 Einwohner

 

In Urft befindet sich Burg Dalbenden sowie oberhalb das Kinderheim »Herrmann-Josef-Haus«.

 

Geschichte

Burg Dalbenden wird urkundlich bereits 1152 erwähnt. Seit Mitte des 17. Jahrhundert ist es im Besitz der Reitmeisterfamilie Cramer, die 1646 eine Schmelzhütte, 1660 einen Eisenhammer dort errichtete und die Burg in ihrer jetzigen Form ausbaute. Im letzten Krieg zum Teil zerstört, wurde sie nach ihrem Wiederaufbau in den letzten Jahren zu Wohnzwecken umgebaut (nicht zu besichtigen). Der stattliche barocke Bau Urft gegenüber gehörte einst zu Burg Dalbenden und ist heute Schullandheim des kath. Schullandheimvereins Wuppertal e.V.

 

Sehenswürdigkeiten

Der Römerkanal die römische Wasserleitung nach Köln, Bauanfang im 2. Jahrhundert. beginnt mit seinem am weitesten von Köln abgelegenen Strang im linken Talgrund des Urftbaches zwischen Urft und Nettersheim. Den Kölnern reichte zur damaligen Zeit das Wasser aus dem Vorgebirge nicht mehr aus, zumal sie Geschmack an der Qualität des Eifeler Wassers gefunden hatten. Ihre neue Quelle fanden sie in der Sötenicher Kalkmulde, dem Raum, wo heute Weyer, Kallmuth und Urft liegen. Über eine Länge von 90 km musste die Leitung dann nach Köln gebaut werden, und das immer nur abwärts, so dass eine in die Rinne gelegte Kugel nach Köln rollen konnte! Eine Reihe von Aufschlusspunkten des Römerkanals kann heute besichtigt werden. Im Jahre 1988 wurde entlang der römischen Wasserleitung mit Unterstützung des Eifelvereins der »Römerkanal-Wanderweg« angelegt.

 

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Bahnhofstraße 13
53925 Kall
Tel.: 02441-99457-0
Fax: 02441-99457-29

www.urft.de

 

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